- Das Osho Manjusha Meditationszentrum in Schmiedeberg – Kurzinfo
- Osho Manjusha – eine Sekte?
- Woher kommt der seltsame Name und wer ist Osho?
- Wer sind die Menschen im Osho Manjusha und wovon leben sie?
- Ein Tagesablauf im Osho Manjusha
- Wie finanziert sich das Zentrum und die seit 2002 neu erbauten Gebäude?
- Was ist Meditation ?
- Wie steht das Osho Manjusha zu bewußtseinserweiternden Drogen?
- Dürfen die Bewohner Kontakt zu "außenstehenden" Freunden und den Eltern haben?
- Was bietet das Osho Manjusha neben Meditationen sonst noch an ?
- Kann man das Osho Manjuscha persönlich kennenlernen ohne sich zu irgendetwas zu verpflichten ?
- Wie sind die Preise im Osho Manjusha ?
- Berichterstattungen der örtlichen Presse zum Osho Manjusha Schmiedeberg
- Erfahrungsberichte von Kurz- und Langzeitgästen
- Eine Betroffene berichtet
- Negative Erfahrungsberichte
Kann man das Osho Manjuscha kennenlernen ohne sich zu irgendetwas zu verpflichten ?
Das ist einfach. Tagsüber, also auch am Wochenende zwischen 10h und 17h können Besucher grundsätzlich spontan vorbeikommen und sich an der Rezeption melden. Dort erhalten Sie Fragen auf ihre Antworten, Informationen über das Zentrum und meistens auch eine kurz gehaltene Führung. An manchen Tagen, besonders wenn parallel Veranstaltungen laufen, kann es sein, daß zu manchen Zeiten die Rezeptiondienst weniger Zeit hat. In diesem Fall ist eine kurze telefonische Anmeldung praktischer, um den günstigeren Zeitpunkt für einen Besuch zu erfragen. Ein Kurzbesuch, auch eines Bewohners, auf dem Gelände des Osho Manjusha ist kostenlos. Werden Meditationen, der Internetanschluß oder das Eßzimmer (tagsüber steht hier jederzeit heißer Tee und Wasser bereit) genutzt, wird die Gebühr eines Tagesaufenthalts von 3 € berechnet. Dafür sind dann die genannten Angebote insgesamt frei von morgens bis spät abends. Weder durch den Aufenthalt noch durch die Zahlung eines Preises geht man irgendeine Verpflichtung ein. Es gelten jedoch die allgemeinen Aufenthaltsbedingungen (insbesondere der Verzicht auf Drogen) und der respektvolle Umgang mit Mensch und Einrichtungen, wie er auch in jedem anderen Seminarzentrum erwartet wird.
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Wie sind die Preise im Osho Manjusha ?
Die einzelnen Preise können öffentlich über die Homepage des Osho Manjusha eingesehen werden. Kurzbesuche und Veranstaltungen zum Tag der offenen Tür sind kostenlos, bestimmte Angebote erfordern die Zahlung einer Gebühr von 3 € pro Tagesaufenthalt (siehe kennenlernen)
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Berichterstattungen der örtlichen Presse zum Osho Manjusha Schmiedeberg
Die sächsische Zeitung berichtet ab und zu über das Osho Manjusha Zentrum. Die Artikel sind überwiegend sachlich und informativ. Man findet im Online - Archiv der Zeitung die Artikel der letzten 2 Jahre, wenn man Osho Manjusha und das jeweilige Jahr eingibt.
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Weitere Erfahrungsberichte von Kurz- und Langzeitgästen
Im Gästebuch des Osho Manjusha finden sich über die Jahre hinweg viele Eintragungen von Gästen, die kurz oder mehrere Wochen im Osho Manjusha waren. Offensichtlich lassen sie sich nicht in eine bestimmte Kategorie einteilen (z.B. Sannyasins oder nicht) sondern scheinen eine bestimmte Zeit dort verbracht zu haben und sind anschließend wieder ihrerer Wege gegangen. Nicht wenige schreiben davon, immer wieder mal für eine gewisse Zeit das Manjusha zu besuchen. Auch das spricht nicht für ein "Eingenommenwerden" im Sinne einer Sekte.
Die Originaleinträge können mit Namen der Besucher zur Nachprüfbarkeit im Osho Manjusha an der Rezeption eingesehen werden. Auf Nachfragen hin, ob es nur positive Rückmeldungen der Besucher gibt wurde geantwortet, daß dem nicht so ist. Es sind jedoch verhältinismäßig sehr wenige (ca. 3-5%), die den Platz unzufrieden wieder verlassen. Wenn dem jedoch so ist, steht jedem - so die Gästebetreuung - frei, wieder zu gehen, meistens erhält man dann sogar die bereits im voraus bezahlten Aufenthaltskosten wieder zurück.
Eine Betroffene berichtet
"Ich war sehr skeptisch, als ich das erste Mal ins Osho Manjusha kam. Auch hatte ich nicht das Bedürfnis nach einem "Guru",strebte nicht nach "Erleuchtung" und mein alltägliches Leben war voll von ganz irdischen Ereignissen, die mich beschäftigten. Ich wollte einfach mal ein bischen Abstand, da ich das Gefühl hatte, daß neben Alltag, Beruf und Familie die letzten Jahre kaum Raum für etwas anderes blieb. Eine Bekannte erzählte mir, daß hier in der Nähe einzelne Meditationen angeboten werden, die helfen sollen, sich zu entlasten und entspannen. Sie selbst hatte gute Erfahrungen damit gemacht. Es dauerte dann noch fast ein halbes Jahr bis ich mich dazu durchring, meine Angst vor dieser Sekte zu überwinden. Schließlich bin ich Christ und möchte das auch bleiben oder eigentlich sogar das gar nicht in Frage stellen oder mit jemanden darüber diskutieren.
Dann habe ich mich doch getraut. Vieles hat mich zuerst sowohl beeindruckt, als auch noch argwöhnischer gemacht: Der günstige Preis - ein Lockpreis, dem dann hohe Folgekosten folgen? Die zugegeben wunderschöne Meditationshalle - kann es denn sein, daß sie auch offen ist für die ganz normale Bevölkerung? Die Menschen freundlich, aber auch angenehm zurückhaltend. Keine Fragen nach der Adresse, dem Namen, dem Beruf oder gar der Religionszugehörigkeit oder Überzeugung. Das war dann doch recht angenehm. Ansonsten war manches erst einmal ungewohnt. Z.B. bin ich es nicht gewohnt auf dem Boden zu sitzen. Das sei gar kein Problem - wurde mir fröhlich mitgeteilt und ein Stuhl bereitgestellt.
Da ich sehr aufgeregt war und Angst hatte, alles mögliche vielleicht falsch zu machen war ich froh über die ausführliche Meditationsanleitung. Und daß ich dann einfach für mich sein konnte, denn alle anderen haben sich während der Meditation auch nicht nach mir umgedreht. Endlich: den Körper leicht schütteln, das traut man sich ja sonst gar nicht und ich habe gemerkt, wie schwer es war, das überhaupt zuzulassen. Ständig hatte ich Angst, was die anderen von mir denken, aber als ich mich umschaute, waren alle ganz mit sich beschäftigt. Ja, und dann konnte man sich bewegen, wie man wollte, war auch gar nicht so leicht, wenn man es sonst nie macht. Und dann 15 Minuten Stille im Sitzen. Da habe ich dann erst richtig gemerkt, wie angespannt ich eigentlich bin und daß es doch gut tut, mal ein Stündchen etwas ganz für sich alleine zu tun. Die Stille war wirklich wohltuend. Das kenne ich sonst so nicht. Fast wäre ich gern noch ein paar Minuten länger gesessen, einfach so. Anschließend gab es noch Tee. Ich konnte gar nichts sagen, soviele neue Eindrücke. Manche haben ganz munter vor sich hingeplaudert, anderen ging es wohl ähnlich wie mir, sie schwiegen.
Ich war dann irgendwie doch erleichtert, als ich wieder in mein Auto stieg. Erleichtert, daß ich wieder in meinen ganz normalen Alltag fahren durfte, auf den ich mich plötzlich sogar freute, erleichtert, daß mir nichts Schlimmes wiederfahren war und auch erleichtert, daß ich meine anfängliche Angst überwunden habe. Wenn es meine Zeit und Familie erlaubt komme ich immer mal wieder und verbringe einen Abend dort. Irgendwie tut es einfach doch gut, auch wenn es nur für die kurze Zeit ist. Ach so, und den ganzen Abend war seltsamerweise keine Rede von Osho oder Erleuchtung oder daß ich einen Guru bräuchte. Auch an den folgenden Abenden nicht. "
Frau S. aus dem Raum Schmiedeberg. Sie bat darum, ihre Identität anonym zu lassen.
Negative Erfahrungsberichte
Auffällig ist, welche Gruppierungen das größte Interesse daran haben, z.B. das "Osho Manjusha als Teil der Bhaghwan-Sekte oder Osho-Sekte" darzustellen und entsprechende Warnungen auszusprechen: Es sind überwiegend Menschen, die sich selbst einer ganz bestimmten Glaubensrichtung stark verpflichtet fühlen und ihrerseits diese Glaubensrichtung als "absolut"- also zwingend wahr für jeden - beanspruchen.So war es jahrtausendalte Tradition gerade der großen Religionen, alles, was sich nicht den eigenen Glaubensdogmen einordnet, als "Sekte" (im Sinne von unorthodoxer Abspaltung) zu bezeichnen und anschließend als häretisch (falschgläubig) und Ketzer abzuwerten und diese womöglich zu verfolgen. Einzelne führen diese Tradition anscheinend fort und vergessen dabei, daß gerade auch die Christen in den ersten Jahrhunderten selbst z.B. als Nazarener-Sekte verfolgt wurden und auch Martin Luther vom Papst exkommuniziert und seine Anhänger zunächst als Sektierer strafrechtlich verfolgt wurden.
So sucht der an Informationen interessierte Leser in diesen Beiträgen über das Osho Manjusha als vermeintliche Sekte vergeblich nach sachlichen Beschreibungen oder Argumenten für die "so dringenden" Warnungen. Statt dessen werden Vermutungen geäußert und ausgerechnet subjektive Eindrücke von "Vergötterung", "Allmachtsphantasie", "Personenkult" und "Unfehlbarkeitswahn" (kirchlicher Erfahrunghintergrund) empfunden wenn die Sprache auf Osho oder Mahamudra kommt. Dem kritischen Leser fällt in diesen Berichten schnell der für die Abwertung scheinbar notwendige diffamierend-zynische Unterton auf.
Die einzelnen Quellen gehen zum Großteil auf massive Inititative eines Vaters (Gründer des Vereins Vikas e.V.), Herrn Rühle, zurück, dessen Sohn bereits bevor er das Osho Manjusha überhaupt kannte, den Kontakt zu seinem Vater abgebrochen hatte, weil dieser nach eigenen Angaben "zu manipulativ" in sein Leben eingriff und ihm dessen "wahren" Lebensstil aufzwingen wollte. Daß der Sohn sich auch in seiner Zeit im Manjusha den oft unangekündigten und unerwünschten Besuchen seines Vaters widersetzte nahm der Vater zum Anlass, um intensiv gegen das Osho Manjusha zu warnen (Vorwurf der Manipulation und Bewußtseinskontrolle) und es so darzustellen, als ob hier Kinder ihren Eltern "abtrünnig" gemacht werden. In öffentlichen Diskussionen in Schmiedeberg und Altenberg kam das eigentliche Motiv dieses Vaters zur Sprache (siehe Bericht der SZ vom 4. Nov. 2006). Zudem hatte Herr Rühle bereits Abmahnungen wegen nicht legaler Aktivitäten vom Meditationszentrum erhalten.
Weitere negative Berichte, die zum großen Teil allerdings keine eigenen Erfarungsberichte sind sondern überwiegend negative Vermutungen äußern:
Ingo Heinemanns AGPF ( Aktion für Geistige und Psychische Freiheit – .e.V. bei Bonn ) wird ebenfalls von der evangelischen Kirche empfohlen. Letzterer richtet sich in seiner Webseite nicht nur gegen die Osho-Bewegung sondern gegen alles, was dem Menschen Glück und Heilung ("Erlösung") verspricht, sich wirtschaftlich selbst trägt und dabei mit nicht mit wissenschaftlich nachweisbaren, physikalischen (!) Methoden arbeiten soll - die Groß-Kirchen ausgenommen. Mitte der neunziger Jahre wurde dem AGPF die Finanzierung aus Steuergeldern vom Bundesverwaltungsgericht im Zusammenhang mit einem Prozess, den die Osho-Gemeinschaft angestrengt hatte, entzogen. "Der Staat dürfe nicht fördern, was ihm per Grundgesetz Artikel 4 verboten ist, nämlich auf Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften Attacken zu
reiten, die jeder Sachlichkeit entbehren" (Zitat).
Der evangelische Theologe Winfried Müller aus Jena (www.religio.de) wirft in seinem ansonsten recht sachlichen Vortrag den Vorwurf auf, daß sich Menschen mit seelischen Problemen angezogen fühlen könnten ohne daß eine offiziell anerkannte Psychotherapie im Manjusha angeboten werden kann.