- Das Osho Manjusha Meditationszentrum in Schmiedeberg – Kurzinfo
- Osho Manjusha – eine Sekte?
- Woher kommt der seltsame Name und wer ist Osho?
- Wer sind die Menschen im Osho Manjusha und wovon leben sie?
- Ein Tagesablauf im Osho Manjusha
- Wie finanziert sich das Zentrum und die seit 2002 neu erbauten Gebäude?
- Was ist Meditation ?
- Wie steht das Osho Manjusha zu bewußtseinserweiternden Drogen?
- Dürfen die Bewohner Kontakt zu "außenstehenden" Freunden und den Eltern haben?
- Was bietet das Osho Manjusha neben Meditationen sonst noch an ?
- Kann man das Osho Manjuscha persönlich kennenlernen ohne sich zu irgendetwas zu verpflichten ?
- Wie sind die Preise im Osho Manjusha ?
- Berichterstattungen der örtlichen Presse zum Osho Manjusha Schmiedeberg
- Erfahrungsberichte von Kurz- und Langzeitgästen
- Eine Betroffene berichtet
- Negative Erfahrungsberichte
Wer sind die Menschen im Osho Manjusha und wovon leben sie?
Diese Menschen, oder auch Kommunis, haben ein gemeinsames Interesse an Meditation, Gemeinschaft und persönlichem Wachstum und so kreieren sie für sich und jeden, der dafür offen ist und teilnehmen möchte Meditations-Möglichkeiten und Veranstaltungen verschiedenster Art. Jeder hat seine eigenen Fähigkeiten und die Möglichkeit, hier neue, ungeahnte oder lang ersehnte Potentiale zu entwickeln ist sehr einladend und groß.
Das Alter der Bewohner im Osho Manjusha reicht von wenigen Wochen (Stand Okt. 2009) bis an die siebzig Jahre.Die meisten Kommunis gehen tagsüber aus dem Haus und ihrer berfuflichen Arbeit nach, da das Meditationszentrum finanziell sich selbst trägt aber (bisher) keine Angestellten bezahlt. Die Spanne der ausgeübten Berufe umfaßt Tischler, Krankenpfleger, Versicherungsangestellte, Reinigungskräfte, Selbständige, Lehrer, Installateure, Erzieher sowie auch Rentner und entspricht unterschiedlichen Bildungsniveaus. Die Bewohner des Osho Manjushas kommen aus verschiedenen Gegenden Deutschlands und bringen sehr unterschiedliche Lebensläufe – und Erfahrungen mit ein. Der Respekt vor der Individualität und der Eigenart des Einzelnen ist hoch. So trifft man hier bei Umfragen zu bestimmten gesellschaftlichen Themen auf eine natürliche Vielfalt von persönlichen Auffassungen.
Die Kommune-Aufgaben (Kochen, Wäschewaschen, Raumpflege) sind so gut auf Teams verteilt, dass es für den Einzelnen in dieser Hinsicht eine deutliche Zeit- und Geldersparnis gegenüber einem kleinen eigenen Haushalt ist. Damit bleibt auch Raum und Möglichkeit für kreative Treffen und mehr Freizeit. Andererseits fallen duch den Seminarbetrieb des Zentrums zusätzlich Arbeiten an, die fast ausschließlich ehrenamtlich aus privatem Interesse und nach eigenem Können und Ermessen eingebracht werden. Fast alle Kommunis haben sich im Laufe der Jahre in Bereichen der Meditation fundiert aus- und weitergebildet. Einige haben entsprechende Ausbildungen und Zertifikate in Bereichen wie Rebalancing, Cranio-Sakral, Ayurvedische Ernährung und Massage, Reiki etc. und bilden darin zum Teil sogar offiziell aus.
Wer hier auf längere Sicht wohnen möchte sollte den Wunsch nach täglicher Meditation mitbringen und vorher mindestens 3 Monate lang "probewohnen". Er muss psychisch stabil sein und in der Lage, seinen Lebensunterhalt für sich selbst zu bestreiten. Nach der Probezeit bestehen gewisse Pflichten bei der Mithilfe beim Kochen, Putzen etc. da diese Arbeiten von den Kommunis selbst getragen werden. Es kann monatlich gekündigt werden. Es gibt auch Kommunis, die schon mal aus- und nach einer Weile wieder eingezogen sind. Oder solche, die zwischenzeitlich ein paar Monate oder ein halbes Jahr "Communeurlaub" nehmen und für diese Zeit woanders eine andere Lebensform ausprobieren. Oder Menschen, die ausgezogen sind und ab und zu immer wieder mal zu Besuch oder zum meditieren kommen.
Die Kommune ist für Sannyasins und Nicht-Sannyasins offen. Kinder und Jugendliche nehmen nur dann an den Veranstaltungen oder Meditationen teil, wenn sie es ausdrücklich selbst wünschen. Die Freiheit ihrer eigenen Wahl wird respektiert.
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Ein Tagesablauf im Osho Manjuscha
Da die meisten Bewohner morgens aus dem Haus gehen und ihrem Beruf nachgehen (siehe "wovon leben sie")
entscheiden sie sich selbst für eine der 6 täglich angebotenen Meditationen. So beginnen einige morgens um 6h mit einer der beiden einstündigen, aktiven Meditation, um nach ihren Aussagen "sich wachzumachen, zu sammeln und entspannter den Tag zu beginnen". Sie findet u.a. in der großen Meditationshalle statt und so kann es sein, daß vorbeifahrende Autofahrer frühmorgens tanzende, singende oder sich leicht schüttelnde Menschen in den hellerleuchtenden Räumen sehen. Die Teilnahme an den Meditationen wird nicht kontrolliert oder festgelegt sondern das Angebot spontan nach persönlichem Ermessen genutzt.
Wenig später steht ein breites Frühstücksbuffet für Vegetarier und Nichtvegetarier bereit. Wer möchte, kann hier frühstücken bevor er zu Arbeit fährt. Gäste können bis 10h Frühstück zu sich nehmen. Bewohner, die tagsüber am Platz bleiben, darunter auch Selbständige, können sich zu einer kleinen Austauschrunde treffen um allgemeine Infos auszutauschen oder sich zu besprechen.Mittags gibt es am Platz wieder ein Mittagsbuffet u.a.mit warmer Suppe. Die Zubereitung und das Abspülen teilen sich die anwesenden Kommunis selbst ein.
Der Arbeitstag tagsüber gestaltet sich für jeden unterschiedlich, manche haben eine Autofahrt bis Dresden vor sich, andere haben es nicht ganz so weit zu ihrer Arbeit. Ähnlich
unterschiedlich sind auch die meist abendlichen Rückkehrzeiten. Vor dem Abendessen ab 19h besteht wieder die Möglichkeit zu 2 unterschiedlichen Meditationen, einer stillen und der Kundalini-Meditation. Ab 19 Uhr steht ein Buffet mit täglich frisch vom Manjusha-Köche-Team zubereiteten, warmen Speisen bereit. Das Abspülen wird unter den Kommunis aufgeteilt, sodaß jeder ca. 5 mal im Monat abends für ca 30 Minunten die Küche wieder in Ordnung bringt.
Abends gibt es manchmal ein besonderes Abendprogramm, wenn jemand etwas anbieten möchte (von manchen genutzt, von manchen nicht). Einmal im Monat oder nach Bedarf treffen sich alle zur großen, gemeinsame Organisations-Besprechungsrunde. Einmal monatlich nehmen die meisten Kommunis auch an einem Meditations-Wochenende am Platz teil, "um sich zu regenerieren". In unregelmäßigen Abständen gibt es Wochenenden, an denen mit den Anwesenden praktische Verbesserungen des Platzes und der Einrichtung gemeinsam angegangen werden. Hierzu kann man sich als Bewohner oder auch Gast halbtageweise anmelden und mitmachen. Jeder entscheidet selbst, auch was er an Zeit oder Energie in das Zentrum oder die Kommune einbringen möchte und wieviel Zeit er alleine oder mit wem verbringt.
Um 22h finden die letzten beiden Meditationsmöglichkeiten statt. Jeder Bewohner hat mindestens 1 eigenen Raum (mit eigener Möblierung zur Miete oder eine kleine Eigentumswohnung) und gestaltet sich den Tages- und Abendablauf selbst.
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Wie finanziert sich das Zentrum und die seit 2002 neu erbauten Gebäude?
Das Osho Manjusha Meditations Zentrum als Seminarzentrum finanziert sich nach Aussagen der Bewohner durch die Einnahmen aus dem Gäste- und Seminarbetrieb und dem Verkauf von Meditationszubehör im Osho Manjusha Bazar. Geschäftsform ist die Osho Manjusha Limited (Ltd.)Die Finanzierung der seit 2002 neu erbauten Gebäude setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen:
Die beiden neuen Kommunehäuser finanzierten sich überwiegend durch den Verkauf von Eigentumswohnungen in diesen Häusern an Kommunemitglieder.
Die von weitem schon sichtbare ovale Meditationshalle mit Fußbodenheizung finanzierte sich sowohl durch Genossenschaftseinlagen in die Komm in die Sonne Genossenschaft, längerfristige Bankfinanzierungen, private Darlehen und Förderbeiträgen von Freunden des Osho Manjusha. Andere Meditations Zentren oder Organisationen waren an der Finanzierung nicht beteiligt. Die Genossenschaft und ihre Finanzen unterliegen regelmäßigen und strengen Prüfungen von Ämtern und Behörden.
Das Grundstück wurde 1999 von Hauke Messerschmidt, Gründerin des Zentrums und deren Leiterin bis Mai 2006, gekauft. Das gemeinsame Haus mit ihrem Lebensgefährten finanzierten beide aus ihren privaten Mitteln und Bankfinanzierungen unabhängig von der Kommune.
Der von jedem Bewohner monatlich erbrachte Kommunebeitrag ist von der Finanzierung der Gebäude unabhängig. Er ist mit seit 6 Jahren gleichbleibenden 610 € so berechnet, daß er lediglich die laufenden Unkosten der Versorgung (300 €) und die Mietkosten der Räume (310 € inkl. Betriebskosten aller gemeinschaftlich genutzten Räume) durch die Kommune deckt.Etwa die Hälfe der Bewohner lebt zur Miete, die restlichen haben eine privat finanzierte Eigentumswohnung. In den Kommunebeitrag eingeschlossen ist auch die komplette Essensversorgung, Wäscherei, Haushaltsanschaffungen wie Waschmaschinen, Spülmaschinen, Küchen- und Eßzimmeraustattung, Bürogeräte, Telefonzentrale und sonstige Kommunekosten wie Versicherungen, Schornsteinfeger, Antennenanschluß, Reinigungsmittel, Renovierungsbedarf und etc. Zudem kann jeder Bewohner kostenfrei an allen Meditationen und im Zentrum stattfindenden Seminaren teilnehmen und alle Räumlichkeiten auch für private Zwecke nutzen. Eine Bewohnerin meint dazu: "Ich hatte vorher in Berlin gelebt und wäre mit diesem Betrag, den ich jetzt hier zahle plus zusätzlichem Wochenendseminar 1x im Monat niemals ausgekommen. Auch ehemalige Kommunis berichten, daß es außerhalb der Kommune um einiges teurer und von den Möglichkeiten her eingeschränkter ist."
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