1. Das Osho Manjusha Meditationszentrum in Schmiedeberg – Kurzinfo
  2. Osho Manjusha – eine Sekte?
  3. Woher kommt der seltsame Name und wer ist Osho?
  4. Wer sind die Menschen im Osho Manjusha und wovon leben sie?
  5. Ein Tagesablauf im Osho Manjusha
  6. Wie finanziert sich das Zentrum und die seit 2002 neu erbauten Gebäude?
  7. Was ist Meditation ?
  8. Wie steht das Osho Manjusha zu bewußtseinserweiternden Drogen?
  9. Dürfen die Bewohner Kontakt zu "außenstehenden" Freunden und den Eltern haben?
  10. Was bietet das Osho Manjusha neben Meditationen sonst noch an ?
  11. Kann man das Osho Manjuscha persönlich kennenlernen ohne sich zu irgendetwas zu verpflichten ?
  12. Wie sind die Preise im Osho Manjusha ?
  13. Berichterstattungen der örtlichen Presse zum Osho Manjuscha Schmiedeberg
  14. Erfahrungsberichte von Kurz- und Langzeitgästen
  15. Eine Betroffene berichtet
  16. Negative Erfahrungsberichte


Das Osho Manjusha Meditationszentrum in Schmiedeberg – Kurzinfo


Das Osho Manjusha beinhaltet eigentlich mehrere Bereiche:
Zum einen ist es ein modern ausgestattetes Seminar- und Meditationszentrum in deren Räumen verschiedene Veranstaltungen - auch für die allgemeine Öffentlichkeit - angeboten werden.

Zudem leben auf dem seit 2000 gekauften und umgebauten Platz ca 17 Menschen unterschiedlichen Alters, die aus verschiedenen Gegenden Deutschlands zusammengefunden haben, als Kommune

Es handelt sich dabei um eine Art "Interessengemeinschaft": den sonst unterschiedlichen Bewohnern ist der Wunsch gemeinsam Meditation, Bewusstseinsarbeit und persönliches Wachstum innerhalb einer Gemeinschaft zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag zu verwirklichen. Hierzu planen sie in ihren Alltag eine einstündige tägliche Meditation ein, die auch für Besucher offen ist. Auch weitere Aktivitäten und Wochenendveranstaltungen werden zum Thema Meditation, Kreativität und Entspannung angeboten und auch selbst genutzt. Die Gemeinschaft und Angebote sind religionsunabhängig. Manche der Bewohner, Kommunis genannt, fühlen sich einer der großen Religionen (evangelische, katholische Kirche) nahe, viele sind jedoch inzwischen konfessionslos.

Viele Manjusha-Kommunis haben in ihrem Leben bereits religiöse oder spirituelle Richtungen durchlebt und fühlen sich in ihrer jetzigen Lebensphase zu Osho (indischer Meister, 1990 gestorben) hingezogen oder lassen sich von ihm inspirieren. So werden auch neben der klassischen Vipassana die aktiven Meditationstechniken vorwiegend von Osho angewandt, wobei es sich hier um einfache Techniken der Entspannung und Entlastung handelt und nicht um das Erlernen einer bestimmten Lehre. Die Gemeinschaft hat zwar eine eigene Hompage und schaltet in themenbezogenen Zeitungen Anzeigen, missioniert jedoch ausdrücklich nicht. Dazu die Aussage einer Bewohnerin: "Andere von der eigenen Lebensauffassung überzeugen zu wollen wird von uns als respektlos empfunden und so möchte das Osho Manjusha das anbieten, was es zu bieten hat für diejenigen, die es interessiert, die es bereits zu schätzen wissen oder von sich aus kennenlernen möchten ohne Anspruch, das richtige für jeden zu vertreten."

Das Osho Manjusha Meditations Zentrum war 1993 von Hauke Messerschmidt (ihr spiritueller Name ist Mahamudra) zunächst in Höckendorf bei Dippoldiswalde zusammen mit 3 weiteren Personen aufgebaut worden. Innerhalb von wenigen Jahren kamen offensichtlich immer mehr Menschen zu ihr und wollten auch an den Meditationen und der wachsenden Commune teilnehmen, sodass 1999 schließlich ein neues Grundstück gesucht und in Schmiedeberg, Niederpöbel gefunden wurde. In gemeinsamen Engagement wurden die alten, bisherigen Häuser des ehemaligen Kinderferienlagers zum größten Teil abgerissen und eine neue, ovale Meditationshalle (kann nach vorheriger Absprache mit der Rezeption besichtigt werden) und weitere, zum Teil private Gebäude gebaut. Hauke Messerschmidt,alias Mahamudra, trug in jeder Hinsicht das aufblühende Meditationszentrum und lebte - so die Beschreibung der Bewohner - praktisch vor,wie das Ja zur Meditation und zum eigenen Leben sich positiv in allen Lebensbereichen umsetzen kann. Obwohl viele Menschen auch von außerhalb kamen um von ihr Rat und Rückmeldungen zu erhalten unterstützte sie zusätzlich jeden einzelnen Kommuni in seinem persönlichen und ganz individuellen Wachstumsprozess bis zu ihrem Lebensende im Mai 2006. Diejenigen, die Hauke Messerschmidt, alias Mahamudra, miterlebten empfanden sie meistens als direkte Quelle von vorgelebter Inspiration (therapeutischen Anspruch hatte sie nie erhoben), andere machen den Bewohnern den Vorwurf des Personenkultes.

Das Meditationszentrum wird seither von der Kommune weitergeführt und ist für Besucher, Tagesgäste, Meditierer und Neugierige offen. Bei spontanen Besuchen ist es sehr zu empfehlen, sich kurz persönlich an der Rezeption anzumelden. Der Empfang ist dann auch freundlich und meistens wird einem auch einiges vom Platz gezeigt, erklärt und persönliche Fragen geduldig beantwortet. Ein Kurzbesuch zum schnuppern ist kostenlos, ein Tagesaufenthalt kostet 3 Euro und beinhaltet heißen Tee und die Teilnahme an einer oder mehreren Meditationen. Genaueres kann telefonisch erfragt werden.

Einmal jährlich, meist im Juni, wird im Osho Manjusha Meditationszentrum ein kostenloser Tag der offenen Tür angeboten mit Führungen, offenen Fragerunden, Meditations-Kostpoben und Möglichkeiten, die Kommunis persönlich kennenzulernen.

Die umliegende Nachbarschaft und Bevölkerung steht dem Osho Manjusha Meditationszentrum teilweise skeptisch, neutral, aber zunehmend auch offen gegenüber. In den letzten Jahren wurde die Möglichkeit, dort zu einer der einstündigen Donnerstag-Abend-Meditationen zu kommen (Meditation für Einsteiger) zunehmend von Bürgern aus der näheren Umgebung angenommen.
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Ist das Osho Manjusha Mediations Zentrum eine Sekte?

Objektiv betrachtet: Nein, das Osho Manjusha, sowie überhaupt die Osho-Bewegung ist keine Sekte und darf als solche auch nicht in abwertender Absicht (z.B. um dem Leser eine mögliche Gefahr einzureden) bezeichnet werden. Das Bundesverfassungsgericht entschied 2002 im sogenannten Osho-Urteil, dass die Bezeichnung "Sekte" in Verlautbarungen staatlicher Stellen über Gruppierungen dieser Art nicht weiter verwendet werden sollte. Und weiter: "Die Bezeichnung der Osho-Bewegung und ihrer einzelnen Gruppen als "destruktiv" und "pseudoreligiös" und der gegen diese gerichtete Vorwurf, ihre Mitglieder würden weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit manipuliert, halten als das Neutralitätsgebot verletzende Äußerungen der verfassungsgerichtlichen Prüfung gleichwohl nicht stand. Sie sind nach den Maßstäben des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes nicht gerechtfertigt." (Randnummer 91). Zudem verletzen etwaige Äußerungen das Grundrecht der Religionsfreiheit und seien damit verfassungswidrig.

So werden denn auch im Osho Manjusha keine Lehre gepredigt, niemand innerhalb oder außerhalb des Zentrums missioniert, nicht die Auffassung vertreten, dass es nur eine, nämlich die eigene oder Oshos Wahrheit gibt, die für jeden anderen ebenfalls Gültigkeit haben muss. Wer interessiert ist, kann sich für einen Tagespreis von 3 Euro ohne weitere Verpflichtungen und ohne jegliche Form von Belehrungen oder persönlichen Befragungen im Meditationszentrum aufhalten und mitmeditieren oder auch nicht. Manche sollen dort sogar einfach nur einen entspannten Tag oder gar Urlaub verbracht haben.

Wer sich im Osho Manjusha einfindet kommt aus eigenem Interesse und Anstoß uns sucht sich selbst aus, was er von dem, was ihm dort begegnet für sich positiv verwerten kann und was nicht. An den Aufenthalt als Gast oder Besucher ist ausdrücklich keine Mitgliedschaft, keine Erwartung und keinerlei weitere Verpflichtung geknüpft. Auch werden keine teuren "Aufbaukurse" oder das Lesen bestimmter Bücher empfohlen.

Zunächst sehr skeptische Besucher bestätigten: Wer als Gast und Besucher kommt wird nicht nach seiner persönlichen Glaubens- oder spirituellen Ausrichtung gefragt. Es zählt der Mensch, wie er ist. Da es sich hier um eine Art „freie Interessengemeinschaft" handelt ist es natürlich, dass Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und Interessen an persönlicher Weiterentwicklung und Meditation sich von dem Platz, den Menschen und dem Angebot dort angezogen und auch wohl fühlen und andere wiederum nicht. Daher der Ausdruck: objektiv ist das Osho Manjusha keine Sekte.

Subjektiv sieht sich das Zentrum von einzelnen, zum Glück wenigen Personen, der Einordnung als Sekte und diffamierenden Aussagen ausgesetzt. Diese Einschätzung beruht weniger auf persönlich negativen Erfahrungen mit dem Meditationszentrum sondern einer Grundhaltung. Mehr dazu siehe Negative Erfahrungsberichte.

Manche Kommunis im Meditationszentrum haben selbst persönlich eher negative Erfahrungen mit missionierenden Glaubensrichtungen gemacht oder sind während ihres Lebens mit Glaubens- und Verhaltensregeln oder auch politischen Idealen überfrachtet worden. So rührt die Angst, die hinter dieser Sektenfrage steht – interessanterweise meistens selbst aus solchen eigenen persönlich negativen Erfahrungen oder Prägungen her. Oder wird gerade von denjenigen Menschen geschürt, die selbst einer dieser missionierenden Glaubensrichtung angehören, bei der zudem der eigene Glaubensinhalt  von den Mitgliedern nicht in Frage gestellt und Widersprüche nicht offen hinterfragt werden dürfen da sonst der Ausschluss droht.

Im Osho Manjusha werden also ganz klar nach Aussagen einiger befragten Tages-Besucher und der Bewohner keine Osho-Lehren gelehrt, diskutiert oder weitergegeben, auch, weil es solche Lehren oder festen Glaubensätze offensichtlich gar nicht zu geben scheint. Allerdings besteht für diejenigen, die interessiert sind, die Möglichkeit, sich selbst persönlich von Osho inspirieren zu lassen durch Bücher und Videos – oder eben auch nicht. Es steht jedem frei.
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Osho Manjusha - woher kommt der seltsame Name und wer ist dieser Osho?

Osho Manjusha setzt sich zusammen aus 2 Namen, beide in Sanskrit – einer der ältesten indischen Sprachen. Manjusha bedeutet „Schatzkästchen“. Osho hat diesen Namen 1987 dem damaligen Meditationszentrum in Wales, England gegeben.

Wer ist Osho?
Osho ist oder besser war einer der bekanntesten und umstrittensten Meister des 20.Jahrhunderts. Geboren 1931 in Indien, wuchs er streng religiös erzogen auf und stellte in seiner Jugendzeit alles bisher Gelernte und jede spirituelle Richtung ausnahmslos in Frage. Er machte sich kompromisslos selbst auf den Weg - die Suche nach der Wahrheit, nach dem Sinn seines eigenen Lebens. Das Erlebnis, der Wahrheit in der Tiefe seines Inneren direkt zu begegnen war etwas, was ihn selbst tief erschütterte und veränderte.

Nach jahrelangem Stillschweigen über etwas, das man, wie er sagte - mit Worten nicht beschreiben kann, begann er Möglichkeiten zu suchen, um durch Meditationen (der östlichen Ausrichtung nach Innen) und bestimmte Techniken anderen Menschen diese direkte Erfahrung zu erleichtern oder unabhängig von ihm zu ermöglichen. Er stimmte diese gerade auf den zeitgemäßen, modernen Menschen ab und zunehmend auf die menschlichen und emotionalen Probleme der westlichen Welt. Er entwickelte einfache Methoden (z.B: gemeinsames Lachen), die helfen können, Streß abzubauen, verschüttete Gefühle zu befreien und sich von eingefahrenen, übernommenen aber nicht aus der eigenen Wahrheit gewachsenen Verhaltensmustern und Glaubenssätzen zu lösen. Individualität und Respekt, Freiheit und Verantwortung, Mut und Liebe, Lebensbejahung, Vertrauen und Intelligenz sind Themen, die Osho aus seinem Erfahrungsschatz beleuchtet. Er hinterließ hunderte von Video- und Tonaufnahmen, die zum großen Teil auch als Bücher erhältlich sind und gerade in den letzten Jahren in der breiten Öffentlichkeit Beachtung und zunehmende Wertschätzung erhalten.(siehe z.B.Leserkommentare von Amazon),

Dabei rüttelt er - wie seine Anhänger es erklären - gerne an unseren gesellschaftlichen aber überholten Wertmaßstäben: für ihn ist z.B. materieller Wohlstand und jede Form von Lebensbejahung und Ausdruck von Lebensfreude kein Hinderungsgrund für tiefe Spiritualität, wie es jahrtausendelang zuvor war. Wenn er spricht dauert es nicht lange, bis er seine Zuhörer durch verblüffende Einsichten oder Witze zum lachen bringt.

Durch seine kompromisslose, authentische Lebensart, der schnell wachsenden Zahl seiner Anhänger weltweit und seiner oft klaren und entlarvenden Aussagen wurde er in religiösen, gesellschaftlich konservativen-  und Regierungskreisen zur Zielscheibe massiver Vorwürfe, Vorurteile und Ängste. Die überwiegende Zahl internationaler Berichterstatter wiederholte sich in zynischen, unbegründeten und rechtlich unhaltbaren Phrasen. Nur sehr selten war es Reportern gestattet (z.B dem damaligen STERN Reporter Elten), in der Öffentlichkeit neutral oder sogar positiv über ihren Eindruck mit Osho zu berichten. Oshos Anhänger, die weltweit meistens der intellektuellen Mittel- und Oberschicht angehörten, waren ebenfalls gerade wegen ihrer unkonventionellen und gleichzeitig sympathischen Art und Lebensbejahung sowohl beliebt als auch gefürchtet und verpönt. 

Osho starb 1990, wahrscheinlich an den Spätfolgen mehrerer Mordanschläge. Seine zeitlosen Techniken und Methoden wie z.B. die Kundalini Mediation haben sich auf breiterer Ebene bewährt und werden inzwischen weit über seine Anhängerschaft hinaus in sogenannten "neutralen Kreisen " wie in Krankenhäusern, Schulen, in Führungskräfte-Trainings, zur Unterstützung von Therapien und zur emotionalen Entlastung in Gefängnissen angewandt.

Die Osho-Commune in Pune, Indien sowie viele davon unabhängigen Meditationszentren (finanziell und auch organisatorisch unabhängig !) existieren weiterhin weltweit – jedes auf seine Art. Menschen, die sich von ihm nach wie vor berührt fühlen können ohne Zutun einer weiteren Person Sannyas nehmen und einen indischen Namen anlegen. Osho-Sannyasins werden tatsächlich nirgendwo registriert, in keinem Verzeichnis als Mitglieder geführt und entgegen aller Vorurteile fordert niemand Beiträge von ihnen. "Sannyas ist eine rein persönliche Sache, ein äußerlicher Ausdruck für eine innere Veränderung, einen Weg. "

Dennoch scheint der allgemeine Trend eher dahin zu gehen, daß sich Menschen vorsichtig der angebotenen Methoden und Meditationen nähern und für sich sogar aus dem ein oder anderen einen Nutzen ziehen, ohne das Bedürfnis zu entwickeln, Sannyasin zu werden.


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